B

Bambusstab Wirbelsäule

  • teilweise verwendete Bezeichnung für die versteifte Wirbelsäule im sehr weit fortgeschrittenen Stadium von M. B.
  • durch die Verknöcherung der Zwischenwirbelkörper sieht die Wirbelsäule im Röntgenbild einem Bambusstab mit seinen einzelnen Abschnitten ähnlich

Bandscheiben

  • Der Mensch hat 23 flexible, knorpelige Bandscheiben (auch Zwischenwirbelscheiben genannt), welche für die Beweglichkeit der Wirbelsäule verantwortlich sind und ein Druckpolster bilden.
  • Bei fortschreitendem M. B. können die Bandscheiben versteifen und verknöchern.

Bänder

  • Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Bewegungsapparates, sichern die Gelenke und Organe, denn sie sind kaum dehnbar und verbinden Knochen mit Knochen (nicht zu verwechseln mit Sehnen).
  • Bei fortschreitendem M. B. können auch die Bänder der Wirbelsäule versteifen und verknöchern.

Basistherapie

  • regelmäßige, über längeren Zeitraum angewendete Therapie, die unabhängig ist von akut auftretenden Beschwerden oder Veränderungen

Bechterew

  • oft umgangssprachlich für Spondylitis ankylosans oder Morbus Bechterew verwendet
  • Namensgeber: russischer Neurologe Wladimir Bechterew (1857-1927). Dieser diagnistizierte zwar nicht als erster die Erkrankung, veröffentlichte aber eine umfassende Beschreibung, die im deutschen Sprachraum Anerkennung fand.

Begleiterkrankungen

  • Chronisch-entzündliche Erkrankungen sind häufig mit Begleiterkrankungen verbunden. Sie können direkt mit der Grunderkrankung im Zusammenhang stehen (bei M. B. z. B. wenn Entzündungen sich auf andere Gelenke oder Organe ausweiten) oder sie treten auf, weil eingenommene Medikamente auf lange Dauer Nebenwirkungen hervorrufen oder weil der Körper und/oder die Psyche allgemein geschwächt ist.

Bewegung/Bewegungstherapie

  • Solange und soweit es möglich ist, sollten sich (nicht nur) Menschen mit M. B. bewegen. Jede sportliche Bewegung, die Spaß macht und keine zusätzlichen Schmerzen hervorruft, ist erlaubt. Bewegung kann die Flexibilität der Wirbelsäule verbessern, der Steifigkeit entgegen wirken, die Schmerzen verringern und durch die Verbesserung der Koordination vor Stürzen und Verletzungsgefahr schützen.
  • Bewegungstherapie kann der Arzt in Form von Physiotherapie, Beschäftigungstherapie oder speziellen Bechterew-Übungstherapien verschreiben.

Bewegungseinschränkungen

  • Bedingt durch die Schmerzen und die fortschreitende Versteifung kann es in den unterschiedlichen Phasen der Erkrankung zu mehr oder weniger stark ausgeprägten Bewegungseinschränkungen kommen.

Biologika

  • mittels Biotechnologie hergestellte Wirkstoffe, im Fall von M. B. handelt es sich um Eiweißstoffe, welche die Botenstoffe für die Entzündungen blockieren
  • bei M. B. Eingesetzt: TNF-Alpha-Hemmer und Interleukin-17A-Hemmer
  • werden erst eingesetzt, wenn Therapie mit NSAR keine Wirkung zeigt
  • müssen langfristig und regelmäßig als Injektion verabreicht werden, um Wirkungen zu erzielen

Biosimilars

  • Produkte/Präparate die den Originalpräparaten ähnlich (nicht gleich) sind
  • werden nach Ablauf der Patentzeit des Originalwirkstoffes zugelassen, sind deutlich preisgünstiger als dieser, aber qualitativ ebenbürtig und weisen vergleichbare Wirkung und Sicherheit auf

Blutarmut

  • Chronische Entzündungen im Körper können sich u. a. im Labor durch Blutarmut nachweisen lassen.

Bluttest

  • kann verschiedene Aufschlüsse geben, aber keine genaue Aussage über Vorliegen von M. B. machen
  • Anwesenheit von genetischem Faktor HLA-B27 kann nachgewiesen werden (aber nicht jeder Träger erkrankt an M. B.), Entzündungen können nachgewiesen werden

Botenstoffe

  • lösen die Entzündungen aus und fördern diese (fehlgeleitetes Immunsystem)
  • bei M. B. tritt besonders der Botenstoff TNA-Alpha in Erscheinung

Brustbein/Brustkorb

  • Schmerzen und Steifigkeit können sich im Laufe der Erkrankung bis zur Brustwirbelsäule ausdehnen, für Steifigkeit im Brustkorb sorgen und so zu Atembeschwerden und Schmerzen am Brustbein führen. (siehe auch Atembreite)
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